Köln im "Dritten Reich" Teil 3: Köln im Krieg (1939-1945)

ALTSTADTKINO

TERMINE:
Di 31. Oktober 2017
BEGINN:
19.30 Uhr
KARTEN:
7,50 € an unserer Theaterkasse im Foyer |
8,00 € beim Kauf über Paypal (ohne VRS-Ticket) |
10,50 € über KölnTicket inkl. VVK-Gebühren* u. VRS-Ticket

Kombiticket für die Trilogie
21,00 € an unserer Theaterkasse im Foyer |
22,50 € beim Kauf über Paypal |
30,00 € über Kölnticket inkl. VVK-Gebühren* u. VRS-Ticket
Links s.u.
*Kartenpreis an unserer Theaterkasse im Foyer.
Ggf. abweichende Preise an externen Vorverkaufsstellen durch zusätzliche Gebühren.

Der Altstadtkinoherbst in der Volksbühne

Hermann Rheindorf zeigt die Film-Trilogie: Köln im „Dritten Reich".

Eine ganz besondere Serie über das Leben und die Ereignisse in Köln in der Zeit des Nationalsozialismus. Insgesamt über 6,5 Stunden Film zeigen eine nie gesehene Fülle an historischen Filmaufnahmen, auch in Farbe. Hinzu kommen eine Vielzahl an urkölschen Zeitzeugen, die die NS-Zeit in Köln aus unterschiedlichen Perspektiven miterlebt haben und aus erster Hand über ihre eigenen Erfahrungen berichten. Informativ und spannend erzählt, ist diese Dokumentation eine intensive Begegnung mit der schicksalhaftesten Epoche der Kölner Stadtgeschichte.

Termine Film-Triologie: „Köln im Dritten Reich“

Teil 1: Der Weg in die NS-Diktatur (1930-1935)  –  Mo. 18.9.2017, 19.30 Uhr
Teil 2: Alltag unterm Hakenkreuz (1936-1939)  –  Di. 3.10.2017 19.30 Uhr
Teil 3: Köln im Krieg (1939-1945)  –  Di. 31.10.2017 19.30 Uhr

 

Köln im "Dritten Reich" Teil 3: Köln im Krieg (1939-1945)

Dieser Film zeigt das Leben und die Menschen in der Stadt zwischen 1939 und 45 in einzigartigen Filmdokumenten, darunter zahlreiche Farbaufnahmen – zum Teil unter Lebensgefahr gedreht. Als Verkehrszentrum des Westens wird Köln zum Drehkreuz des Krieges, der Nachschubwege an die Front und der Rüstungsproduktion. Immer mehr Männer werden zum Kriegsdienst eingezogen, um in aller Herren Länder zu kämpfen. Oft sind es nun die Frauen, die ihre Plätze in den Fabriken einnehmen. Hinzu kommen tausende Zwangsarbeiter aus der eroberten Gebieten, die den Arbeitskräftemangel ausgleichen sollen. Die Hallen der Deutzer Messe werden zum Durchgangslager für Kriegsgefangene und zu den Deportationszügen in die KZs und Todeslager. Schicksale, die vor allem nach den ersten „siegreichen“ Feldzügen nur Wenige wirklich interessieren. Die Bevölkerung befindet sich im „Siegesrausch“, bis der Bombenkrieg ab 1942 auch Köln erreicht und die alte Rheinmetropole zu einer sterbenden Stadt macht.

 

Teil 3 dieser Reihe behandelt u.a. folgende Themen:

1939 Diese Kriegshetze überschattet den letzten Friedenssommer 1939; „Seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen“ – Kriegsbeginn mitten in den Sommerferien; „Blitzkrieg“: Glockenläuten für den Sieg; Diese Kölner „fielen mit dem ersten Schuss“; Rationierung trotz angeblichem Überfluss: Einführung von Lebensmittelkarten; Verdunkelung: „Licht aus – oder Knast“; Kriegswirtschaft: Köln wird Rüstungszentrum, Arbeitsdienst für alle, Pflichtjahr für Jugendliche, Frauen in Männerberufen; Eine letzte karnevalistische Sommertour – kein Karneval während des Krieges, „Karnevals-ULK 1940“: So hätte der Zoch 1940 ausgesehen; Das letzte zivile Modell von Ford Köln: der „Taunus“; Der „Polenfeldzug“ in Kölner Kinos; Die ersten Kriegsgefangenen in der Kölner Messe; Die Front ist nah – Der Seekrieg mit Großbritannien; Köln wie Warschau oder London?: Die Furcht vor dem Bombenkrieg; Die erste verdunkelte Weihnacht; Jahreswechsel 39/40

1940 Die größte Hängebrücke Europas: Mit der Kamera in Rodenkirchen, wie der Kameramann einen Sturz aus 50 Metern Höhe in den vereisten Rhein überlebt; Überfall der Wehrmacht auf Dänemark und Norwegen; Köln als Aufmarschplatz und Drehkreuz für den Krieg im Westen, Überfall auf die westlichen Nachbarstaaten; Schnelle Siege; Massensterben in Dünkirchen; Kölner mit der Kamera in Frankreich; ein Ausflug nach Paris; Eine Kölnerin beseitigt Kriegsschäden in Frankreich; „Noch nie waren die Fahnen so schnell draußen“ – Siegesrausch nach der Niederschlagung Frankreichs; „Ich zünde für den Hitler im Dom eine Kerze an“ – die Hitler-Verehrung scheint grenzenlos; „Luftschlacht um England“ – Kölner Einheiten reparieren die Bomber, „Leben wie Gott in Frankreich“ – Krieg fühlt sich an wie Urlaub; „Exil-Kölner in der Falle“ – der Verfolgungsapparat kommt in die eroberten Gebiete, „Dann waren die weg!“ – erste Deportationen vom Bahnhof Deutz-Tief; „Im Zentrum der Propaganda – als Lehrling beim Westdeutschen Beobachter in Deutz; „Da hab ich mir auch was genommen“ – in Köln wird Kriegsbeute verteilt; zweite Kriegsweihnacht; Jahreswechsel

1940 „Hitler war ja der Sieger schlechthin“: Kölner Schüler fiebern mit der Propaganda; Invasion auf dem Balkan und in Griechenland; Ein neues Hobby – Frontverläufe abstecken; Köln als „Hauptstadt für den Nordwesten Europas“: Flämisch-deutsche Kulturtage in Köln; die beste Kulturnachricht der gesamten NS-Zeit: Der Fund des Dionysos-Mosaiks; Sommerzeit: Im Getümmel des Stadionbads-Müngersdorf; Der Krieg ist in Köln: Erste größere Bombenangriffe und sichtbare Schäden – heimlich gefilmt; „Die Ersten flüchten schon“: Wer kann, zieht ins Umland; Ein sprichwörtlicher Reinfall: Die Einweihung der Rodenkirchener Adolf Hitler Brücke; „Ich habe auch abgeschossen“ – Mit einem Kölner Soldaten nach Ägypten; „Jetzt haben wir den Krieg verloren“ – Der Beginn des Russlandfeldzuges; Mit der Kamera an der „Ostfront“: Ein Kölner Soldat filmt bis kurz vor Moskau; „Ich mösch zo Fooß nach Kölle jonn“: Die singende-sprechende Feldpostkarte auf Schallplatte; „Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein“ – erste Andeutungen über die Verbrechen im Osten; „Wir mussten ja mit“ – Lehrlinge und Zwangsarbeiter in der Rüstungsproduktion bei Ford; Kriegsweihnacht 1941

1942 Die Kirchen werden wieder voller: Zehntausende bei der Beerdigung Kardinal Schultes und der Weihe von Erzbischof Joseph Frings, wie die unterdrückte Nachricht doch in die Zeitung kam; Kölner Schadenfreude über das zerbombte London; 1.000-Bomber Angriff auf Köln, heimlich gefilmt, Rundgänge durch die zerstörte Innenstadt; Eine Stadt unter Schock – die Gräberfelder auf den Kölner Friedhöfen, 45.000 Obdachlose auf einen Schlag; Gauleiter Grohés antijüdische, Reden; „Die Ausrottung der Juden kann vor jedermann und jederzeit gerechtfertigt werden“; „Das war sehr nah“: Wie die Kölner Juden aus der Nachbarschaft verschwinden; „Da kommst du mir nicht hin“: Tausende werden aus Köln-Deutz in die KZs deportiert; Züge aus Köln für den „Führer“ – Westwaggon in Deutz produziert an der Kapazitätsgrenze; Als LKW-Fahrerin auf Europas Straßen zu Hause – Nachschub für die Rüstungsschmiede Ford; „Und das sollen Untermenschen sein“ – bei Ford produzieren Jugendliche und Zwangsarbeiter als Kollegen; „Selbstverständlich wollen wir Land erobern“ – „Wenn wir verlören werden wir alle individuell ausgerottet.“: Goebbels in Köln; Kriegsweihnacht; Jahreswechsel1943 „Wer danach noch an den Endsieg geglaubt hat, der hatte se nit mieh all im Koffer“: Die Niederlage in Stalingrad; „Nur in Hetze, in Hetze“ – Rückzug in Afrika; als Kriegsgefangener in New York; „Du musst weg“: Köln als Vorreiter für die Verfolgung von Mischlingskindern; „In der Höhle des Löwen am sichersten vor der Gestapo“ – eine Kölnerin versteckt sich; „Totengräber im Umfeld von Massenerschießungen und Massengräbern“: Ein Kölner Lokführer bekommt Hafturlaub vom KZ; „Alles kaputt“: Bombenangriffe vom Sommer und Herbst

1943 5.000 Tote, 23.000 Obdachlose; „Muss hier jetzt alles vernichtet werden?“: Treuekundgebungen für Hitler in den Trümmern; „Durchatmen“: Die Schiffe der KD fahren noch – in Tarnfarben; Sommer-Idylle: Wer sich selbst versorgen kann, lebt wie im Paradies; „Ob der Dom noch steht?“: Bombentreffer auf die Kathedrale; Bunkerplätze werden rationiert; Alte Männer und Jugendliche in die Löschtrupps; Kriegsweihnacht

1944 „Jetzt kommen die ganz jungen!“ – Die nächste Generation Kölner Frontsoldaten; „Clevere Jungs – Sabotage bei Ford"; „Auch diese Männer haben was mit Köln zu tun“: Die Alliierten landen in Nordfrankreich; „Kommt das Wunder doch noch?“: Die Raketen V1 und V2 verbreiten Euphorie; „Ich hab das alles gewusst“: Als Funker in Norwegen; „Tag für Tag in Angst“ – im Rückzug an der Ostfront; „Da unten brennt Mülheim“: Ausgebombt; „Ich hab mein Köln nicht wiedererkannt“: Auf der Durchreise mit 4711; Köln wird zur Festung erklärt; „Bis zur letzten Patrone“: Goebbels in Köln; „Jetzt noch freiwillig melden“: Jugendliche wollen in die SS-Hitlerjugend; „Sieh dir das an!“: Ehrenfelder Jugendliche werden öffentlich hingerichtet; „Deutschland ist Herr der Lage“: Kämpfe in Aachen; Köln wartet auf das Kriegsende

1945 „Fast noch dran glauben müssen“: befreit in der Eifel; US-Armee an der Erft – Ford produziert immer noch; „Da bin ich richtig gerobbt“ – LKW-Klau für die Flucht; „Die Nieten platzten“ – die Katastrophe der Hindenburg-Brücke (Deutzer Brücke); „Köln pulverisiert“ – letzter Bombenangriff soll Köln sturmreif schießen; „Aufgeben so schnell wie möglich“: Der Einmarsch der Amerikaner; „Bis zum letzten Mann“: Panzerduell am Dom; Kriegsende in Köln linksrheinisch; Sechs Wochen geteilte Stadt; „Als Hitler tot war, liefen uns die Tränen“: Der Glaube an den Endsieg lebt immer noch. Die Bilanz von 12 Jahren NS-Herrschaft aus Kölner Sicht.

 

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Veranstalter: Hermann Rheindorf