Spiegel der Gesellschaft mit feinem Kölner Humor | Im Rahmen des Offenbachjahres

Insel Tulipan und Salon Pitzelberger

TERMINE:
Mo 17. bis Do 20. Juni 2019
BEGINN:
jeweils 19.30 Uhr
KARTEN:
37,00 € inkl. VRS-Ticket & Gebühren*
*Kartenpreis an unserer Theaterkasse im Foyer.
Ggf. abweichende Preise an externen Vorverkaufsstellen durch zusätzliche Gebühren.

Die Produktionsgesellschaft PAMY wird im Kölner Offenbach-Jahr 2019 zwei Operetten des weltberühmten Komponisten auf die Volksbühne am Rudolfplatz bringen.

Wenn einer der berühmtesten Söhne der Stadt Köln 200 Jahre alt geworden wäre, laufen nicht nur in seiner Heimatstadt die Vorbereitungen auf Hochtouren. Im kommenden Jahr jährt sich der Geburtstag Jacques Offenbachs zum 200. Mal – Anlass genug, den berühmten jüdischen Komponisten und sein beispielloses Werk gebührend zu feiern. Unter dem Motto: „Yes We CanCan“ widmet Köln dem Erfinder der Operette ein ganzes Jahr voller Veranstaltungen in den Sparten Musik, Theater, Tanz und Literatur. Doch nicht nur die Domstadt, sondern auch viele europäische Nachbarn feiern Leben und Schaffen des großen Musikers. Alle Veranstaltungen zu Ehren Offenbachs werden von der Kölner Jaques Offenbach Gesellschaft gebündelt und im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Pressearbeit über die Plattform „yes we cancan“ unterstützt.

Gleich zwei kulturelle Beiträge bringt die Produktionsfirma PAMY aus der Schweiz ein. Sie hat mit „Salon Pitzelberger“ und „Die Insel Tulipatan“ zwei Operetten ausgewählt, die im kommenden Jahr in der Volksbühne am Rudolfplatz in Köln Premiere feiern werden. Die beiden Einakter sind beispielhaft für die besondere Gabe Jacques Offenbachs: Mit leichter Hand und feinem Humor Kunst und Unterhaltung zu vereinen und somit neue musikalische Maßstäbe zu setzen.

Köstliche Parodien und rasante Verwechslungen

Der satirische Einakter „Salon Pitzelberger“ ist eine köstliche Parodie auf die italienische Oper und erzählt von einem reichen Fabrikanten, dem kurz vor der Eröffnung seines ersten Salons die gebuchten Künstler abspringen. Kurzerhand wagt sich der kauzige Alte mit Unterstützung seiner Tochter und deren Freund selbst auf die Opern-Bühne – chaotische Verwicklungen und jede Menge Situationskomik sind garantiert. Freunde des Kölner Theater-Urgesteins Willy Millowitsch werden sich erinnern, wie der große Schauspieler einst in der Fernsehproduktion „Herr Pitzelberger gibt sich die Ehre“ glänzte.

Die zweite Operette „Die Insel Tulipatan“ ist eine rasante Verwechslungskomödie, die im Verlauf jede Menge Verwirrungen offenbart. Da ein Herzog sich dringend einen Thronerben wünscht, tarnt seine Frau die dritte Tochter als Jungen. Als Erwachsener verliebt sich der vermeintliche Knabe in eine „Frau“, die ebenfalls die Rollen getauscht hat – aus Angst der Mutter vor Militärdienst und Krieg hat sie ihren Sohn als Mädchen ausgegeben. Das verzweifelte Bemühen der Eltern, die geplante Hochzeit zu verhindern, wird ausgesprochen turbulent.

Ein Team hochkarätiger KünstlerInnen

Für die Inszenierungen hat die Produktionsgesellschaft PAMY hochkarätige KünstlerInnen gewinnen können. Die renommierte Regisseurin Jasmin Solfaghari hat gerade ihre gefeierte Inszenierung von Wagners „Der Ring des Nibelungen“ in Odense/Dänemark gezeigt und konzentriert sich nun auf die Operetten Offenbachs, die im kommenden Jahr auf der Bühne am Rudolfplatz gezeigt werden. Die freiberufliche Regisseurin, Hochschullehrerin, Autorin und Coach war als Oberspielleiterin der Deutschen Oper Berlin, als Oberspielleiterin des Musiktheaters im Stadttheater Bremerhaven sowie als Spielleiterin der Hamburgischen Staatsoper tätig. Sie hat bereits mit Regiegrößen wie Harry Kupfer, Christine Mielitz und Günther Krämer gearbeitet. Auf ihr Gastspiel in Köln freut sich die Künstlerin besonders, schließlich hat sie schon mehrfach an der Oper Köln mit ihren Inszenierungen geglänzt – zuletzt 2008 mit Wagners „Tannhäuser“.

Für das mit Sicherheit außergewöhnliche Bühnenbild sowie die fantasievollen Kostüme zeichnet Kristina Böcher verantwortlich, die unter anderem für die Semperoper Dresden, das Schauspiel Leipzig, das Maxim Gorki Theater Berlin sowie das Thalia Theater Hamburg arbeitet. Zuletzt hat die freiberufliche Bühnen- und Kostümbildnerin gemeinsam mit Jasmin Solfaghari die sehr erfolgreiche Opernproduktion „Martha“ von Friedrich von Flotow im Erzgebirge erarbeitet. Auch musikalisch ist höchstes Niveau ga-rantiert, schließlich übernimmt mit Roland Fister eine international geschätzte Größe die Leitung. Der Komponist und Dirigent am Landestheater Coburg erregte dort 2013 überregionale Aufmerksamkeit mit der Uraufführung seiner Musical-Oper „Dorian Gray“ unter der Regie des Intendanten Bodo Busse. Seit Jahren arbeitet er zudem für PAMY, die sich auf hochkarätige Kultur und Unterhaltung spezialisiert hat.

Offenbachs spezieller Kölner Humor

Die Schweizer Produktionsfirma hat ganz bewusst die beiden kurzweiligen Operetten von Jacques Offenbach ausgewählt. „Nicht zuletzt nannte man ihn den Mozart seiner Zeit“, erklären Alexander von Glenck ( Inhaber) sowie Volker Vogel ( künstlerischer Leiter).

„Ebenso wie Mozart nutzte Offenbach die Musik, um die Gesellschaft in humorvoller Art zu karikieren und ihr einen Spiegel vorzuhalten. Seine spezielle Art verbinde ich mit dem ganz eigenen Kölner Humor.“ Durch diesen Humor ist Offenbach auch heute noch eine moralische Instanz für sein Publikum. „Wir haben die Operetten ,Salon Pitzelberger‘ und ,Die Insel Tulipatan, weil wir glauben, dass sie sehr gut zur Volksbühne am Rudolfplatz passen. Wir möchten mit den beiden Einaktern einen Beitrag zum Offenbach-Jahr leisten und dem Publikum das Werk von Jacques Offenbach näher bringen.“

Veranstalter: Pamy GmbH Mediaproductions